


Venture Clienting hat sich in den letzten Jahren als wirksamer Hebel für Corporate Innovation etabliert. Das Unternehmen wird zum ersten zahlenden Kunden eines Startups und löst über diese Partnerschaft ein konkretes internes Problem. Populär gemacht von der BMW Startup Garage, gilt der Ansatz heute als Standard-Tool vieler Innovationsabteilungen — und ist auch in der Logistikbranche angekommen.
Genau deshalb lohnt sich der zweite Blick. Denn mit der Verbreitung kommt die Verwässerung. Viele Programme tragen das Label, ohne die Substanz zu liefern. Das ist nicht böse Absicht — es ist meist eine Folge davon, dass die operative Schwierigkeit unterschätzt wird.
Echtes Venture Clienting deckt vier Phasen ab:
Ein echtes Venture-Clienting-Setup deckt alle vier Phasen ab und baut dabei interne Kompetenz auf. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Substanz und Aktivität.
Was viele externe Dienstleister tatsächlich liefern, ist eine abgespeckte Version von *Find*. Reine Startup-Vermittlung — häufig nicht entlang präziser interner Anforderungen, sondern entlang des Portfolios, das ohnehin gepflegt wird. Das ist Portfolio-Pushing, kein zielgenaues Scouting.
Drei typische Lücken:
1. Want wird übersprungen. Es gibt keine Need Statements, sondern direkt Pitch Days. Startups präsentieren Lösungen für Probleme, die im Unternehmen niemand wirklich hat. 2. Get wird ausgelagert. Vertragsfragen, Einkaufsprozesse, interne Akzeptanz — also genau die Schritte, in denen Logistik-Piloten in der Praxis scheitern — werden dem Startup überlassen. 3. Manage findet nicht statt. Der Pilot endet ohne Rollout-Plan. Lernen wird nicht institutionalisiert. Beim nächsten Bedarf beginnt das Unternehmen wieder bei null.
Das Ergebnis ist ein Aktivitätsniveau, das nach Innovation aussieht, aber wenig nachhaltige Veränderungskraft entwickelt.
Drei Eigenschaften machen Venture Clienting in der Logistik anspruchsvoller als in anderen Branchen:
Wir verstehen unsere Rolle nicht als externer Dauer-Dienstleister. Unsere Aufgabe ist es, Logistikunternehmen — Mittelstand wie Konzern — beim Aufbau eigener Venture-Clienting-Kompetenz zu unterstützen und gleichzeitig Zugang zu einem Dealflow zu öffnen, den die meisten Standardplayer nicht abdecken.
Konkret heißt das zweierlei: Wir begleiten Partner entlang aller vier Phasen — von der Bedarfsschärfung über das Scouting bis zum Pilot-Setup und zur Skalierung. Und wir bringen einen kuratierten Dealflow europäischer Logistik- und Supply-Chain-Startups mit, die bereits eine erste Validierung hinter sich haben.
Ziel ist immer, dass die Organisation nach der Zusammenarbeit eigenständig fortsetzen kann, was gemeinsam aufgebaut wurde.
Ihr seid Logistikdienstleister oder Verlader und wollt Venture Clienting strukturiert aufbauen? Sprecht mit uns.