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    Bitkom-Studie 2026: KI in der Logistik wächst – doch 54 % fehlt das Knowhow
    2. Oktober 2026

    Bitkom-Studie 2026: KI in der Logistik wächst – doch 54 % fehlt das Knowhow

    Kurz gesagt: Laut einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 502 deutschen Logistikunternehmen setzen 51 Prozent bereits KI ein – mehr als doppelt so viele wie 2022 (22 Prozent). Gleichzeitig fehlt 54 Prozent die Expertise, KI in ihre Prozesse einzubinden, und 73 Prozent nennen fehlende Fachkräfte bzw. Knowhow als größtes Digitalisierungshindernis. Die Technologie ist angekommen – die Umsetzungskompetenz noch nicht. Genau hier entscheidet sich, wer in den nächsten Jahren vorne liegt.

    Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

    Quelle: Bitkom-Befragung, berichtet von Produktion.de am 1. Oktober 2026.

    Unter Druck: Energie, Fachkräfte, Lieferketten

    Die Ausgangslage ist angespannt. 100 Prozent der Befragten nennen hohe Energiepreise als Herausforderung, 87 Prozent den Fachkräftemangel und 71 Prozent Unterbrechungen der Lieferketten. Bitkom-Vizepräsidentin Tanja Rückert bringt es auf den Punkt: Digitalisierung sei „kein Nice-to-have, sondern die wichtigste Antwort auf diese Herausforderungen" – sie helfe, Engpässe früher zu erkennen, Warenströme flexibler zu steuern und Kapazitäten effizienter zu nutzen.

    Welche Technologien die Logistik heute nutzt

    Cloud Computing liegt mit 61 Prozent vorn, gefolgt von IoT- und Sensortechnologien (54 Prozent) und KI (51 Prozent). Bemerkenswert ist die Dynamik: Kein anderer Technologiebereich hat seit 2022 so stark zugelegt wie KI. Typische Einsatzfelder sind Routen- und Bedarfsplanung sowie zunehmend die Steuerung von Robotern und autonomen Fahrzeugen.

    Das eigentliche Problem: Knowhow, nicht Technologie

    Die Studie zeigt eine klare Lücke zwischen Einsatz und Befähigung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen weiß nicht, wie sie KI sauber in bestehende Prozesse integriert. Schulungen gibt es zwar häufig, aber fast nie flächendeckend. Rückert warnt: „Mit Lizenzen für KI-Werkzeuge ist es nicht getan, sonst zahlt man viel Geld für Tokens und erreicht wenig."

    Unsere Einordnung: KI-Kompetenz entsteht nicht im Seminarraum, sondern am konkreten Use Case. Wer ein echtes Problem – etwa Tourenplanung, Lagersteuerung oder Dokumentenverarbeitung – gemeinsam mit einem spezialisierten Startup in einem klar begrenzten Pilotprojekt löst, baut Wissen dort auf, wo es gebraucht wird: im operativen Team.

    Logistik 2036: Was die Branche erwartet

    Der Fachkräftemangel wirkt dabei als zusätzlicher Treiber der Automatisierung. Voraussetzung ist laut Studie, dass Roboter Beschäftigte spürbar entlasten, sich effizient in komplexe Prozesse integrieren lassen und sich wirtschaftlich rechnen. Diese Erwartungen decken sich mit den Trends aus dem DHL Logistics Trend Radar 8.0.

    Was das für Logistikunternehmen bedeutet

    Was das für Logistik-Startups bedeutet

    Die Nachfrage ist da: 42 Prozent der Unternehmen erhöhen 2027 ihre Digitalbudgets. Gleichzeitig suchen sie Partner, die nicht nur Software liefern, sondern Integration und Befähigung mitdenken. Startups, die Onboarding, Schulung und messbare Ergebnisse im Pilot mitliefern, gewinnen. Typische Stolpersteine haben wir in 5 Fehler, die Startups in der Logistik vermeiden sollten zusammengefasst.

    Wie IMPACKT die Knowhow-Lücke schließt

    IMPACKT verbindet Early-Stage-Startups aus Logistik, Supply Chain und KI mit europäischen Logistikunternehmen – und setzt gemeinsame Pilotprojekte auf. So entsteht KI-Kompetenz direkt im Betrieb, statt auf dem Papier. Mehr zu unserem Ansatz: Was macht einen Logistik-Accelerator aus?

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